Raketenhunde im Konto-Eis
Ein kleiner Wurst-Terrier namens "Thorsten" erregt meine Aufmerksamkeit, als ich in Moskau lande. Er hat einen 7.500er Achtkant auf dem Rücken, mit Jet-Propulsion und Doppel-Salami-Achsen. Außerdem verwendet er eine computergesteuerte Traktionskontrolle, um die monumentale Power seiner abgenagten Hundehaxen mit optimalen Grip auf dem spiegelglatten Parkettfußboden des Airports anzudrücken. Ich überlege und entscheide mich, dass diese Technik mich im Moment nicht beeindrucken kann, gehe hochnäsig an dem overdresseden Kruppel-Wau-Wau vorbei und schieße ihm mit meinem Grobenberger Milch-Revolver acht Schuss vor die Pfoten, damit er weiß, wer ab heute die Wurstpaletten in die Nasen der Nudisten scheuert.
Plötzlich sprang aus demselben Hochhaus ein gelber Mann hinein. Er versuchte sich durch selbstmitgebrachte Medikamente und Häppchen in eine traditionelle Schwingmasse zu verwandeln. Leider konnten die Wissenschaftler gerade nicht hinschauen, da sie voneinander schwärmten. Keiner wollte die offenen Augen des anderen sehen, denn sie wussten, dass sie sich vielleicht ineinander verlieben konnten. Keiner wollte mit so etwas rechnen, es wäre aber in jedem Falle eine Liebessituation sondergleichen.
Gabi Knetboss-Eyshinger hatte alles genau beobachtet. Sie wollte die Story an eine wissenschaftliche Fachzeitschrift veräußern. Zur Wahl standen der "Scientific Catalogue", die "Wurstbibel" und das Fachblatt schlechthin: "Konto-Eis". Stattdessen jedoch veröffentlichte sie die Sache in der Jugendzeitschrift "Sexofen Magazin". Es wurde ein einigermaßener Knaller. Die Zahl der Abonnenten veränderte sich überhaupt nicht.
Das "Sexofen Magazin" wurde fast im Alleingang von Ali Pesel-Mantöffing, in der Scene bekannt als "Kotbombe", herausgebracht und gelesen. Die Artikel waren durch geschickten Wechsel zwischen Kindersprache und Verurteilungs-Slang modern und doch irgendwie lachhaft. Alis Faible für dicke Bild-Reports und groß aufgemachte Alltagsberichte verhalfen dem Blatt binnen kürzester Zeit zu einem Platz ganz oben in den Erfolgs-Rooms der Zeitschriften-World.
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