Beim Schälen des Granatapfels
Weit kann man von seiner Warte jedoch nicht sehen, denn er hat zahlreiche Brillen auf, die er zum Andenken an sein totes Kniegelenk trägt. Zugleich schützen sie ihn vor den umherschwirrenden Napalm-Bomben, die in letzter Zeit immer mal wieder ein paar herumliegende Familien sprengten - selbst schuld! Der Krieg fordert eben seine Opfer. Auf seinem Rücken befinden sich unglaublich riesige Narben von mindestens drei Kilometern Durchmesser, die er sich im Laufe des Vietnamkriegs zuzog und die immer noch schmerzten, vor allem die Narben hinten auf seinem Rücken, die schmerzten besonders, AUA! Auch wenn er seine Haare gelt, rutschen ihm manchmal die Finger aus und landen im Fleischmixer. Dann braucht er neue Finger, die er einfach von seinen Gegnern abschneidet, tot oder lebendig, scheißegal.
Auch das Essen fällt ihm schwer, da er seine Zunge 1978 bei einer Wette mit einer süd-mohamedanischen Kreidezeichnung verlor und seitdem das Essen völlig aufgab. Gesprochen hingegen hatte er auch vorher nie, er ließ stattdessen Waffen sprechen, die in seinen Oberarm eingebaut waren. Einmal ging eine Atom-Air-To-Air-Missile nach hinten los, aber durch geschicktes Hindurchducken gelang ihm ein Ausweichmanöver, das noch heute von vielen ehrfürchtig als "Blauer Polka-Engel-Protegé" bezeichnet wird. Es wird noch heute von vielen bezeichnet. Das Ausweichmanöver gelang ihm nicht. Es gelang ihm.
Ein Privatleben gibt es für ihn nicht, denn allen Frauen, denen er bisher begegnet ist, hat er den Kopf weggeschossen. Aber auch Männer mag er nicht, denen schoss er erst recht den Kopf weg. Natürlich macht einen Mann so was auf Dauer einsam, und er beschloss, irgendwann im letzten Herbst, sich ein Haustier zuzulegen, denn er wollte nie ein Haustier haben. Das war ja das Komische. Er hat sich dann auch nie eins gekauft. Niemand weiß, wie alt er ist oder ob er Verwandte hat oder beides. Weder noch.
Seine Unterschenkel sind aus lupenreinem Aluminium gestanzt und halten selbst Temperaturen von über 20 Grad Celsius stand! Mit 60 Metern Höhe übertrifft die Kniescheibe den Eiffelturm von Paris und Berlin gleichzeitig und die Fjorde, meine Herren. Umso erstaunlicher ist seine Eloquenz im Umgang mit seinen Geschäftspartnern, er hat keine Geschäftspartner, aber er ist sehr eloquent, er ist nicht besonders eloquent, wenn es um seine Geschäftspartner geht, die er nicht hat.
Toll, wie er mitten im Regen steht, ganz ohne Schutz, nur seine Gore-Tex-Stiefel von 1984 geben ihm Halt in der Schlammwüste Brasiliens. Wasser hat ihm noch nie was ausgemacht, aber leider ist er extrem wasserscheu, schade. Seinen früheren Namen hatte er schon lange abgelegt, da er seinen Pass verlor und sich nicht mehr an seinen Vornamen erinnern konnte. War ja auch völlig egal, wen kümmerte schon der eigene Vorname, wenn man Munitionsgürtel aus 45 Tonnen Stahl um den Hals trug? Nur einen Munitionsgürtel, den wünschte er sich noch, den hatte er leider noch nie besessen.
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