Dr. Bronkovich auf Erkundungsreise in seiner Heimat Wedding

Der Wedding liegt etwa 15 Flugminuten südlich von Pankow und grenzt im Norden an Reinickendorf, der Heimat der Schneeeule. Rund um den Wedding gibt es keine angrenzenden Staaten. Wichtigstes Exportgut im Wedding ist Sperrmüll, der dort in rauen Mengen nicht vorhanden ist. Sperrmüll wird bevorzugt nach Reinickendorf exportiert, wo er nie ankommt und auch im Wedding bleibt, wo es gar keinen Sperrmüll gibt. Die Bevölkerung des Wedding beträgt ca. 1 Einwohner - manchmal ist aber auch gar niemand da. In der Hauptstadt Günther leben etwa 3-86.500 Naturproleten, pro qm Stadt wohnen hier deshalb keine Menschen.

Präsident des Wedding ist der weltmännische Dr. Bronkovich, von seinen Anhängern auch "Der Große", "Der Hasser" oder auch "Usurpator der Liebe" genannt. Die Vegetation beschränkt sich auf einen schwarzen Kaffee und einen Fernseher, beide wachsen in dem sonnigen Klima überhaupt nicht. Die Gesamtfläche des Wedding beträgt im Norden ca. zwei Kilogramm Bettwäsche und nimmt zum Süden hin stark an Couch zu. Höchster Punkt im Wedding ist der Nasenrücken von Dr. Bronkovich.

Nach der Revolution von 19.30 Uhr am 45. August 1192 wurde als Hauptwährung der Schenkelklopfer eingeführt. Ein Schenkelklopfer ist 15 m breit und acht Sport Bild hoch. Wichtig: Bezahlt wird immer beim Späti! Für einen Schenkelklopfer kann man ungefähr kein Auto kaufen, höchstens fünf Radiologen. Schenkelklopfer bekommt man an jeder registrierten Disko-Häschen-Allergie. Offizielle Währung des Wedding im internationalen Handel ist der Mexikaner.

Kulturell hat der Wedding einiges zu bieten: Man kann durch die Müllerstraße wandern, der Heidi beim Almabtrieb vom Flakturm zusehen, den urtümlichen Atze-Tanz erlernen oder mit dem BMW gegen eine antike Betonwand rasen. Im Wedding selbst gibt es keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten, und auch touristische Attraktionen sucht man hier leider vergebens. Besonders zu empfehlen ist ein Ausflug in den Sprengelkiez, einem verträumten Dorf nahe dem Fick-Mich-Gebirge im Süd-Wedding. Hauptattraktion ist das traditionelle "Schornstein aufmauern" mit dem legendären Maurer Hubert Ernst. Organisatorischer Hinweis: Findet nur montags statt, da dann der Schinken kommt.

Des Weiteren findet man im Wedding auch einige wichtige und weltbekannte Vertreter der schönen Künste. Die Nationalgalerie "Centre de la Baguette de le me de" hat alle wichtigen kulturellen Beiträge namhafter Künstler unter einem Dach vereint. Besonders hervorzuheben sind hier die unschönen Gefängnismalereien bei Kaufland und das wunderbare Bild "Die Schraube". Ebenso sehenswert sind die abstrakten und verstörenden, handgefertigten Torf-Plastiken von Dr. Bronkovich. Hier findet man so berühmte Kunstwerke wie "Horst rasiert die halbseitig gelähmte Ziege", "Zweimal volltanken, bitte", "Die Bananenrampe" oder "Verregneter Stromkasten am Samstag um halb drei".

Sitten und Gebräuche: Traditionell begrüßt man sich im Wedding erst nach der Verabschiedung. Das Zeremoniell der Begrüßung ist für den Außenstehenden nur schwer verständlich und nicht leicht zu erlernen: Zur Begrüßung läuft man zuerst zwei Stunden wortlos aneinander vorbei und schlägt sich dann mit der Faust selbst ins Gesicht. Wer sich zuerst ins Gesicht schlägt, darf den anderen auslachen und muss ihn unbedingt "verdammten Sau-Pankower" nennen. Wichtig: Wenn sich ein Weddinger in einer instabilen Lage befindet (Schuhe gebückt zubinden, auf einem Bein stehend, auf der Toilette etc.), so ist das eine eindeutige Aufforderung ihn umzuschubsen. Wenn man ihn nicht umschubst, kann es passieren, dass er sich begeistert wegdreht und ein Olympiastadion baut. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass ein nicht anwesender Neuköllner unbedingt zuerst begrüßt werden muss.

Religion und Bratensoße im Wedding: Hauptreligion im Wedding ist der Vagabund-Paule, ein farbloser Keks aus Hefe, der bei übermäßigem Verzehr abführend wirkt. Der gemeine Weddinger glaubt grundsätzlich, dass die Erde ein Metronom ist und aus Plastiktüten von Netto gestrickt wurde. Das ist natürlich kompletter Blödsinn - aber bitte, jeder wie er will. Über Gebetsriten und spezielle Feiertage ist nichts bekannt. Man geht davon aus, dass irgendwo im Wedding ein kastriertes Gulasch wohnt, warum auch nicht.

Geschichte des Wedding: Das Wort Wedding stammt ursprünglich aus dem Härräbischen Sprachraum und bedeutet so viel wie "du schlägst wie ein Mädchen". Erstmals wurde der Wedding 1984 in einem Handtuch der Potsdamer Hörsaaltoiletten im Zusammenhang mit alter Margarine erwähnt. Schon im Altertum waren die Weddinger als raues Seefahrervolk auf Brandenburger Autobahnen unterwegs und machten sich einen Namen als erbarmungslose Gassigeher. Bei der Schlacht im Volkspark Rehberge 1867 besiegte der legendäre Feldherr Dr. Bronkovich alkoholisiert und im Alleingang eine Armee veganer Pankower, welche Kinderwagen als Rammböcke benutzten. Satte 300.000 Kilo Hummus wurden in diesem Gefecht verzehrt. Dr. Bronkovich wurde in dieser Schlacht an der Jogginghose verwundet und gilt seither als Nationalheld, da er die "territoriale Frage" des Wedding ein für alle Mal entschieden hat. In vielen Weddinger Geschichten und Liedern wird er deshalb noch heute als rabiates Arschloch verehrt.

How To Survive im Wedding - wichtige Wörter für den Alltag:

Randnagel = Freudiges Erzürnen über die Gefährlichkeit von Trams am Dienstag
Brechgapo = Notbremse beim Hefeweizen
Leierrostfleisch = Atomares Nationalgericht im Wedding; wird heiß-kalt serviert
Einsfuffzig, bitte = Vorgetäuschter Orgasmus
Späti = Notenbank im Wedding, verkauft auch Schrippen
Zweite Tür links = Aufforderung zum Autokauf
Heuschrecke = Nettes Kompliment an einen Gullydeckel
Leo = Wilde Mischung aus Bahnhofskiosk, Trinkhalle, Basar und Nachttankstelle
Wald = Beschreibt einen nicht näher definierten Gemütszustand
Straße = Radiergummi für Autoreifen
Computer = Kein Rabattsystem im Einzelhandel!

Viel Spaß im Wedding!

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