50 Jahre Informationswissenschaft - Raketentechnik aus Potsdam
Am 4. Oktober 1957 startete ein Konsortium aus den Ländern Italien, Russland und Portugal die erste nicht-bemannte Disziplin: Informationswissenschaft. Zu den damaligen Gründervätern gehörte der gebürtige Vietnamese Claude E. Shannon. In einem Interview mit INFORMATIONSFLUSS HEUTE von 1978, erzählt Shannon von seinen Erlebnissen bei der Konzeption des Kartesischen Produkts: "Man steckte einen Nutzer in eine Art Tupel mit ungeheuren Ausmaßen. Dort wurde er mittels Polysemen an allen Ecken festgebunden und musste so tun, als würde er sich aus einem kontrollierten Vokabular befreien. [...] Mir wurde Angst und Bange bei dem Gedanken, so etwas mit den De Morganschen Gesetzen durchzuhalten."
Aber nur wenig später, im August des Jahres 1957, wurde der Hund Laika von einer Expertengruppe kastriert und mental auf eine Reise in die Entropie vorbereitet. Der Psychologe Rainer Kuhlen betreute den Hund und berichtet: "Wir erzählten Laika von Normdateien und Deskriptoren, von Ontologien und Taxonomien und gaben ihr eine Packung Pedigree Pal zur Beruhigung. Doch Laika war sehr aufgeregt, also banden wir ihr ein Fernglas auf die Schnauze. So sah sie die Welt mit anderen Augen und gewöhnte sich gleichzeitig an die Distanz."
Zu dieser Zeit mit Sicherheit eine brillante Idee, nur leider erfolglos: Laika verstarb kurz nach dem Start in ihrer raketengetriebenen Frisbee. Shannon dazu: "Wir waren am Boden zerstört, es gab keine Hoffnung mehr für das Semantic Web, und wir gingen alle mit dem Gefühl der Kapitulation nach Hause und tranken Wodka mit Melisse-Extrakt, das war laut einem Gutachter ein probates Hilfsmittel." Was die Russen nicht ahnen konnten, war eine Gegenoffensive der Amerikaner, die längst damit begonnen hatten ein mechanisches Eichhörnchen namens "Theseus II" ins All zu schießen. Doch die Bemühungen der Amerikaner waren noch weniger fruchtbar, die erste Turingmaschine wurde von einer Gruppe Data Scientists abgeschossen und kam nur etwa 25 Meter hoch.
So wurde aus dem Fall Sputnik ein globaler Testfall für den Eisernen Vorhang, den es ja damals noch gar nicht gab. Wozu auch? Und die russischen Ingenieure, angespornt vom Scheitern der USA, planten weiter und höher, monumentaler. Die Sputnik II war ein monströses Gefährt, rund 80 Meter im Durchmesser, mit ungeheuerlichen Antennen und Funk-Spiegeln. Sie bot Platz für etwa 25 Hunde, und im Jahre 1958 sollte der Schlagwort-Koloss abheben. Doch wie sollte man ein solches Ungetüm in den Vektorraum befördern? Shannon: "Wir schafften die Klassifikationskugel, wie wir sie nannten, auf einen hohen Berg mit einer Talabfahrt und ließen sie hinunterrollen. Dabei zerbrachen zwar unvorhergesehenerweise die Antennen ("Shannon-Zerlegung"), aber die Hunde waren festgeschnallt, da wir das Halteproblem gelöst hatten. [...] Als der Satellit Mach 1 erreichte wurde gemäß Inversionssatz eine Sprungschanze eingeschoben und er hob ab."
Der Rest ist Geschichte: Sputnik II blieb über zehn Jahre im topologischen Raum und funkte in dieser Zeit wertvolle wissenschaftliche Rauschsignale an einen umgedrehten Regenschirm in Oklahoma ("Sputnik-Schock"). Die Hunde blieben die ganze Zeit über angeschnallt an den Wänden und machten sich die Zentrifugalkraft zunutze (das Informationssystem war in der Mitte der Kugel platziert und bewarf die Tiere in regelmäßigen Abständen mit Thesauri). Ein voller Erfolg für Russland, Italien und Portugal und der erste Schritt in die bemannte Informationstheorie.
Aber nur wenig später, im August des Jahres 1957, wurde der Hund Laika von einer Expertengruppe kastriert und mental auf eine Reise in die Entropie vorbereitet. Der Psychologe Rainer Kuhlen betreute den Hund und berichtet: "Wir erzählten Laika von Normdateien und Deskriptoren, von Ontologien und Taxonomien und gaben ihr eine Packung Pedigree Pal zur Beruhigung. Doch Laika war sehr aufgeregt, also banden wir ihr ein Fernglas auf die Schnauze. So sah sie die Welt mit anderen Augen und gewöhnte sich gleichzeitig an die Distanz."
Zu dieser Zeit mit Sicherheit eine brillante Idee, nur leider erfolglos: Laika verstarb kurz nach dem Start in ihrer raketengetriebenen Frisbee. Shannon dazu: "Wir waren am Boden zerstört, es gab keine Hoffnung mehr für das Semantic Web, und wir gingen alle mit dem Gefühl der Kapitulation nach Hause und tranken Wodka mit Melisse-Extrakt, das war laut einem Gutachter ein probates Hilfsmittel." Was die Russen nicht ahnen konnten, war eine Gegenoffensive der Amerikaner, die längst damit begonnen hatten ein mechanisches Eichhörnchen namens "Theseus II" ins All zu schießen. Doch die Bemühungen der Amerikaner waren noch weniger fruchtbar, die erste Turingmaschine wurde von einer Gruppe Data Scientists abgeschossen und kam nur etwa 25 Meter hoch.
So wurde aus dem Fall Sputnik ein globaler Testfall für den Eisernen Vorhang, den es ja damals noch gar nicht gab. Wozu auch? Und die russischen Ingenieure, angespornt vom Scheitern der USA, planten weiter und höher, monumentaler. Die Sputnik II war ein monströses Gefährt, rund 80 Meter im Durchmesser, mit ungeheuerlichen Antennen und Funk-Spiegeln. Sie bot Platz für etwa 25 Hunde, und im Jahre 1958 sollte der Schlagwort-Koloss abheben. Doch wie sollte man ein solches Ungetüm in den Vektorraum befördern? Shannon: "Wir schafften die Klassifikationskugel, wie wir sie nannten, auf einen hohen Berg mit einer Talabfahrt und ließen sie hinunterrollen. Dabei zerbrachen zwar unvorhergesehenerweise die Antennen ("Shannon-Zerlegung"), aber die Hunde waren festgeschnallt, da wir das Halteproblem gelöst hatten. [...] Als der Satellit Mach 1 erreichte wurde gemäß Inversionssatz eine Sprungschanze eingeschoben und er hob ab."
Der Rest ist Geschichte: Sputnik II blieb über zehn Jahre im topologischen Raum und funkte in dieser Zeit wertvolle wissenschaftliche Rauschsignale an einen umgedrehten Regenschirm in Oklahoma ("Sputnik-Schock"). Die Hunde blieben die ganze Zeit über angeschnallt an den Wänden und machten sich die Zentrifugalkraft zunutze (das Informationssystem war in der Mitte der Kugel platziert und bewarf die Tiere in regelmäßigen Abständen mit Thesauri). Ein voller Erfolg für Russland, Italien und Portugal und der erste Schritt in die bemannte Informationstheorie.
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