The Bronx Tales - Part I

Es war einer dieser verregneten Novembertage, kurz nach Pfingsten. Die Sonne schien vom Himmel herab und draußen regnete es in Strömen. Es war einfach wieder verdammt knapp gewesen, dessen war Woodforth sich bewusst. Nachdem er schon mit seinem Leben abgeschlossen hatte, weil ihm diese miese Ratte Joe Malony seinen fetten Arsch mit einer .45er aufreißen wollte, kam ihm mal wieder sein beschissenes Glück in die Quere und rettete ihm sein armseliges Scheiß-Leben. Er sollte eben noch nicht sterben, noch nicht jetzt. "Später vielleicht", dachte er und überfuhr mit seinem Dodge den jetzt am Boden winselnden Malony. Mit seinem "Harley Davidson"-Zippo machte er sich eine Fluppe an und warf sie achtlos aus dem Fenster seines Wagens. Hier gab es eben keine Aschenbecher.

Damals kannte er den Besitzer der Waschanlage in der 47. Straße, Pauli "Manchego" Baldini, nicht beim Vornamen. Deshalb konnte er dort nicht umsonst sein Auto waschen. Eines Tages, es war ein heißer Juni-Tag, fuhr er mit seinem Auto dorthin, um es zu waschen, was er dann auch tat. Noch Jahre später bewunderten die Leute seinen Mut.

Er bemerkte, dass sein gelbes Telefon klingelte und fiel in Ohnmacht. "Ja, hier Woodforth?", meldete er sich. Es war Murphy. "Hier ist Mukabe. Wir müssen reden, Mr. Woodforth.", kam es aus dem Telefon. "Geht es um die Kaulquappensuppe?", fragte Woodforth. "Ja, wir nehmen 50 Uzis Spezialmodell 'Gaddafi-Emperior', Mr. Woodforth.", antwortete Mukabe. Woodforth schwitzte. Murphy hatte vermutlich längst einen Killer auf ihn angesetzt.

Das rote Telefon klingelte noch immer. Mit zittrigen Händen wählte er Jacks Nummer. "Susan, gib' mir Jane!" "Alles klar, Murphy." Susan war Mukabes Ex-Freundin. Sie war lange Zeit mit Jane zusammen gewesen. Jane war Susans Ex. Was niemand wusste: Ihre Mutter war ihr Vater. Er war lange Zeit sein Bruder. Ihre Mutter aber war allerdings verschollen nach dieser echt krassen Story mit dem Himbeerenschälen. Sie mochte ihre Mutter, die sie jeden Tag besuchte, nur leider konnte sie sie nicht mehr besuchen, was sie jeden Tag tat.

Woodforth parkte seinen Wagen in Janes Wohnung, in der bereits Mukabe saß und eine Pistole auf ihn richtete. "Das macht 20 Yen", sagte Mukabe lächelnd. Woodforth hielt mit quietschenden Bremsen an, entsicherte seine AK-47, gab wieder Vollgas und machte ein aalglattes Drive-by-Shooting, wie man es von ihm gewöhnt war. Auch später noch waren Mukabes Eltern echt dankbar für so ein aalglattes Drive-by-Shooting. Das kümmerte ihn jedoch nicht. Er musste Mukabe finden. Doch Mukabe war tot. Verdammt.

Mit quietschenden Bremsen fuhr er zu der Stelle zurück, um Mukabe von der Straße aufzulesen, da brachte ein Rumpeln im Kofferraum seine Pläne durcheinander. Vorsichtig schnallte Woodforth sich seinen Raketenwerfer um und feuerte ein paar Testsalven in den Kofferraum. Er wollte kein Risiko eingehen. Er war eben ein risikobereiter Mensch. Mit einem Ruck öffnete er den Kofferraum und sah Mukabe mit einem Raketenwerfer im Kofferraum liegen. Doch Mukabe war gar nicht im Kofferraum, Woodforths Wagen hatte nämlich keinen. Also schloss Woodforth wieder den Kofferraum und nahm das Mikado-Spiel aus dem hinteren Teil des Kofferraums, welches er schon seit Jahren erfolglos gesucht hatte. Mukabe suchte immer noch nach Jane, doch die war bei Susan.

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